Beginn der Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter (GTFJ)

Bram Slaager, Rotterdamer Naturfreund/Nivon und ehemaliger Zwangsarbeiter in der Waffenschmiede Mauserwerken in Oberndorf am Neckar stellte im Frühjahr 1993 bei der Veranstaltung mit Ihm – Fern Vom Krieg – Wer Gewehre baut, braucht Krieg – in Berlin den Initiatoren seine Korrespondenz mit Franziska Jägerstätter zur Verfügung.

Durch den Artikel in der „Rotterdamer Fakel“ von „Ein Held den viele hassten“ zu Franz Jägerstätter angeregt, schreib er an Franziska Jägerstätter St. Radegund.

Für Slaager ein Österreicher der widerstanden hatte. Ein Gegenentwurf zu den von ihm als „Bluthunden“ bezeichneten österreichischen Nazis wie Ernst Kaltenbrunner und Arthur Seyß-Inquart, dem Reichskommissar für die besetzteNiederlande ab 1940 und nicht zu letzt auch mitverantwortlich für seine Deportation in die Waffenfabrik Mauser. Er war einer , von ca. 2000 holländischen Zwangsarbeitern (Siehe auch dei Begegnung ehemaliger Niederländer bei Mauser im Film: Vergeben, aber nicht vergessen) von über 6000 Zwangsarbeit bei insgesamt 12 000 Beschäftigte bei Mauser.

Antwort folgte von Franziska Jägerstätter prompt:
….sollten sie einmal nach Österreich kommen, es würde mich freuen Sie in St. Radegund begrüßen zu dürfen. ….

Im Frühjahr 1988 besuchte Bram Slaager mit seiner Familie St. Radegund in Oberösterreich unweit von Burghausen am Grenzflusses Salzach.


Bram+ Jo Slaager Franziska Jägerstätter am Grab von FJ

Dort im Dorf nach Frau Jägersätter fragend, erfuhren sie wegen ihrem NL-Kennzeichen erst einmal Zurückweisung. Was wollen sie hier? bevor die Auskunft doch noch gegeben wurde.


Leherbauerhof, Wohnhaus von Franz Jägerstätter, heute Gedenkstätte

Aus der Korrespondenz entstand die Idee im April 1993 anlässlich des anstehenden 50-zigsten Todestages von Franz Jägerstätter an ihn ihm udn damit auch stellvertretend allen Opfern der NS-Militärgerichtsbarkeit zu gedenken. Wir nahmen Kontakt zu Franziska Jägerstätter auf.

Die Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter gründete sich und bereitete das Gedenkens zu seinem 5o-zigsten Verurteilungstag vor dem Reichskriegsgericht am 6. Juli in Berlin vor. Der Hinrichtungstag in der Hinrichtugnstätte des Zuchtahuses Brandenburg am 9. August wurde mit in dei Planung einbezogen.
Die Initiatoren waren das Gandhi Informationszentrum und die Kampagne mit uns gegen die Wehrpflich, die Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum (1982 in Ost-Berlin gegründet), Pax Christi Berlin und Einzelpersonen wie der Feature-Macher Klaus Ihlau, dessen mehrfach ausgezeichnetes Jägerstätter-Feature „Besser die Hände gefesselt , als der Wille“, kamen dazu und das österreichische Generalkonsulat unterstützte das Gedenken an Franz Jägerstätter..

Weiter Infos siehe nächste Button in der Leistedes Blog:

Hintergrundinformation zu Bram Slaager:
Bram Slaager verstorben am 29. August 2012 in Rotterdam im 91. Lebensjahr.

Er ist einer der Architekten der Erinnerungsarbeit in Oberndorf am Neckar. Anlässlich seines 90-zigsten Geburtstag 2011 erzählter er über seine zwei Jahre Zwangsarbeit bei den Mauserwerken

Bram Slaager singt das Mauser-Lied . In der Filmsequenz auf die Position 5 min rücken.

Der Liedermacher Johan Meijer und Jos Koning singen es im Cafe Syvbille Berlin bei ihrem Konzert am 30.11.2011

Homeapge zur Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Oberndorf
Begegnung mit russsichen ZwangsarbeiterInne 1993 Broschüre

Im Altes Rathaus war früher der Sitz der Aussenstelle Oberndorf am Neckar der Gestapo-Leitstelle Stuttgart. Es gab auch das Arbeitserziehungslager (AEL) Aistaig. Weitere Hintergrundsinformationen zu Gestapo und Württemberg Literatur zu Oberndorf und siehe hier.