Franz-Jägerstätter-Gedenken 6. Juli

Am Samstag, den 6. Juli 2013 um 15 Uhr findet unter dem Motto:

„Wenn ich es nicht getan hätte, dann hätte er niemanden
gehabt“

am 7o. Verurteilungstag von Franz Jägerstätter findet an der Gedenktafel an der Umfriedung des ehemaligen Reichskriegsgericht (RKG) in Berlin-Charlottenburg das diesjährig Gedenken statt. Das Zitat seiner Witwe Franziska Jägerstätter beschreibt trefflich ihre Beziehung und ist das Leitmotiv der Gedenkveranstaltung.
Im Juli 1997 wurde an der Umfriedung des Gebäudes nach längerer Auseinandersetzung die endgültige Gedenktafel, die an Franz
Jägerstätter und an die Opfer der NS-Militärgerichtsbarkeit erinnert, eingeweiht.

Franziska Jägerstätter hat das Vermächtnis ihres Mannes stets lebendig gehalten. Sie gingen gemeinsam durch das Dunkel der Zeit. Am 16. März 2013 ist sie wenige Tage nach ihrem 100.sten Geburtstag verstorben. Sie trug großen Anteil am »Blutzeugnis« ihres Mannes.


Seligsprechung Linz, OÖ, 2007

Ohne Franziska Jägerstätter wäre »ihr Franzl« nicht so berühmt geworden. Sie hat sein Lebenszeugnis bewahrt, seine Aufzeichnungen in den Schreibheften aufgehoben und so der Nachwelt erhalten. Sie hat sie dem »Gewissensforscher« Gordon Zahn zugänglich gemacht und Erna Putz die Biografie und die Herausgabe der Briefe ermöglicht.

Am 26. Oktober 2007, dem österreichischen Nationalfeiertag, wurde Franz Jägerstätter im Linzer Dom seliggesprochen. Die Institution Kirche würdigte Jägerstätters Kriegsdienstverweigerung in der Nazi-Zeit als ein Zeugnis des Glaubens.


Seligsprechung Linz, OÖ, 2007

Wer war Franz Jägerstätter

Franz Jägerstätter war ein österreichischer Kriegsdienstverweigerer im 2. Weltkrieg und Bauer aus dem oberösterreichischen St. Radegund im Innviertel unweit von Salzburg. 1936 heiratete er Franziska Schwaninger. Er stimmte zwei Jahre später als einziger im Dorf gegen den Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. Im März 1943 erklärte er sein »Nichteinrücken zum Kriegsdienst«.
Er wurde wie alle Kriegsdienstverweigerer direkt nach Berlin ins Gefängnis Tegel überstellt.

Am 6. Juli 1943 vor dem höchsten NS-Militärgericht, dem Reichskriegsgericht in Berlin-Charlottenburg, wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt.

Am 9. August 1943 wurde Franz Jägerstätter mit weiteren 16 Kriegsgegnern auf dem Schafott im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.
Am 9. August 2013 wird dort gesondert gedacht.

Bedeutung für heute:
Franz Jägerstätter gilt nicht zuletzt in der US-amerikanischen Friedensbewegung durch sein überliefertes Lebenszeugnis neben Gandhi und Martin Luther King als einer der bekanntesten Repräsentanten des gewaltfreien Widerstandes.

Gedenkveranstaltung:
Samstag , 6. Juli um 15 Uhr in Berlin
Ort: ehem. Reichskriegsgericht (RKG), heute „Atrion am Lietzensee“, in Berlin-Charlottenburg Witzlebenstrasse 4-10 /Witzlebenplatz direkt vor der Gedenktafel statt.

ÖPNV.
U 2 Sophie Charlotte Platz, S-Bahn Charlottenburg und Bus: Amtsgericht, 309, M49, X34

Redebeiträge
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann,
Dr. Georg Locher, Direktor des Österreichischen Forums Berlin
sowie inhaltliche Beiträge der Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter

Musikalischer Umrahmung: Jose Ignacio Davila.

Kontakt: Lothar Eberhardt, lebgut@web.de m.: 0176 965 03 573

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Gedenkkirche Maria Regina Martyrum
Sonntag, 7.7.13 ist um 10 Uhr
Heckerdamm 232 13627 Berlin-Plötzensee Messe zu Ehren
Jägerstätters unter inhaltlicher Mitgestaltung von Pax Christi, Berlin

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Pressemitteilung der Beteiligten:

Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter
http://oberndorfgedenken.de/PE%20FJ%20Gedenken.pdf

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf:
www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/presse/archiv/20130626.1315.386481.html

Österreichisches Kulturforum Berlin:
www.kulturforumberlin.at/veranstaltung/Event/show/franz-jaegerstaetter/